Kategorie: Blog

  • So entsteht eine Fantasywelt – Teil IV: Von Urban-Fantasy zu High-Fantasy

    Nachdem ich im vorigen Teil beschrieb, wie das Steampunk-Setting abgelöst wurde durch ein magieorientiertes Urban-Fantasy-Setting, will ich heute erzählen, wie es dann kam, dass ich eine ganz eigene Welt entworfen habe.

    Warum ich mit Urban-Fantasy an Grenzen stieß

    Der Grund dafür war wesentlich, dass mir auch hier ein mangelnder Realismus störend im Weg stand. Wie reisen die Menschen von dem einen mystischen Geheimort zum anderen? Wie kommt es, dass der jeweils spezifische geheime Ort geheim bleibt – und das trotz all der modernen technischen Möglichkeiten?

    Es ist schon klar, dass eine Fantasygeschichte ohnehin nicht realistisch im engeren Sinne sein kann. Aber: Es soll doch alles konsistent sein und sich organisch anfühlen – und das wollte mir auch mit dem neuen Setting nicht gelingen. Es blieb auf gewisse Weise zu eng, weswegen ich mich dann entschied, eine eigene Welt zu erschaffen, in der diese ganzen Probleme, die mich bei der Entwicklung störten, dann nicht mehr vorhanden waren. Dafür gab es allerdings eine Reihe neuer Probleme.

    Die Herausforderungen einer eigenen High-Fantasy-Welt

    Was ja ein unabwendbarer Vorteil eines Urban-Fantasy-Settings gegenüber einem High-Fantasy-Setting ist: Hier haben wir einen Rahmen, dessen Geschichte nicht erst erfunden werden muss. Die Gesetzmäßigkeiten unserer Welt sind vertraut und erforscht, und alles passt irgendwie zusammen.

    Bei einer ganz neuen Welt ist die Karte zu Beginn leer. Ich hatte zwar schon einige Orte im Kopf – etwa die Hauptstadt Ijaria und die Stadt der Drachen –, aber das waren ja nur erste Orientierungspunkte. Auch hier sollte sich alles organisch anfühlen: eine Welt, in der das, was vorkommt, zusammenhängt.

    Eine Welt mit Geschichte – nicht nur Kulisse

    Und vor allem: Auch hier braucht es Geschichte. Sofern es in der Welt keine Geschichtswissenschaft gibt, ist es zwar nicht so wichtig, ob die späteren Protagonisten diese Geschichte auch kennen. Viel plausibler ist es ja, dass sie diese nur durch Mythen und Geschichten begreifen – und keine klare Vorstellung vom Werden und Wandel der Welt haben (wenn man nicht gerade unsterbliche Wesen wie Tolkiens Elben hat).

    Damit in der Welt alles zusammenhängt, muss es diese Geschichte geben. Sonst bleibt alles, was vorkommt, nur ein Symbol und ein Klischee. Es funktioniert, weil wir beim Lesen diese Leerstellen mit Vertrautem ausfüllen. Und das wollte ich nicht.

    Ich wollte, dass meine Welt eine eigene Geschichte hat. Eine Welt, die sich durch Mythen, Ruinen und Relikte bis in die Gegenwart der Erzählung spürbar weiterentwickelt. Das war also der nächste große Schritt: die Welt lebendig werden lassen – bevor ich mit dem Schreiben anfange.

    Ein neuer Anfang: Kosmisches Worldbuilding

    Und da schuf ich dann eine Entstehungsgeschichte, die selbst nur Teil eines noch größeren, kosmischen Geschehens war. Davon dann mehr im nächsten Teil.

    Interesse? Hier geht es zur Leseprobe.

  • So entsteht eine Fantasy-Welt – Teil III: Ijaria im atlantischen Ozean

    Eine Fantasy-Welt entsteht nicht über Nacht. Hinter den Seiten von Der Untergang Ijarias stecken jahrelange Planung, Zeichnungen, Notizen – und ein bisschen Magie.

    Vom Steampunk zur Urban Fantasy

    Nachdem ich die in Teil II beschriebene Steampunk-Welt unter der Erdoberfläche verworfen hatte, habe ich noch einen Versuch unternommen, meinen Weltentwurf in einem Urban-Fantasy-Setting zu belassen. Ich dachte zunächst daran, die konsistente Welt unter der Erde aufzuteilen in verschiedene größere Städte und Gebiete, die über die ganze Welt verteilt sein könnten und dabei an Orten untergebracht sein könnten, die zum einen schwer zugänglich sind und zum anderen schon einen gewissen mystischen Touch besitzen. Originell ging es dabei dementsprechend nicht zu: Die neuhinzugekommenen Drachen sollten im Himalaya leben, und die Hauptstadt dieser mystischen Welt sollte auf einer verborgenen Insel im Atlantischen Ozean liegen, die für kundige Reisende vom Land aus von den Cliffs of Mohan in Irland zu erreichen war. Die Insel sollte dann von einem magischen Nebel umgeben sein, der sie für Unkundige unerreichbar machen sollte.

    Magie als zentrales Element der Welt

    Es wird vielleicht schon deutlich: Nachdem ich von dem Alchemiker-/Mechaniker-Konzept weggegangen war, wurde alles etwas „magischer“. Für das Verborgene der Welt sollte nun einfach Magie verantwortlich sein. Damit hatte ich zwar die Probleme, die mir beim Ausgestalten einer Welt unter der Erdoberfläche begegneten, einigermaßen umschifft, aber zufrieden war ich damit nicht. Immerhin nahmen aber auch die ersten Charaktere Form an. Die Hauptfiguren, die jetzt in Band I von Der Untergang Ijarias vorkommen, erblickten das Licht der Welt, wenngleich eben in einer modernen Form, und auch erste Nebenfiguren entwickelten sich, allerdings fuhren sie eben beispielsweise Motorrad und hatten keine absonderlichen Reittiere.

    Ijaria – Eine Stadt im Ozean

    Und eben ganz zentral: Ijaria wurde aus den Tiefen des Meeres heraufbeschworen, eine Stadt, groß genug, um zahllose Geheimnisse bereitzuhalten. Da das Setting insgesamt aber nicht mehr so groß war, sondern aus vielen verteilten Orten bestand, kam der Stadt eine viel größere Bedeutung zu, und dementsprechend wurde sie auch groß; und in dieser großen Gestalt hat sie sich auch in Der Untergang Ijarias erhalten, als Megastadt in der Blüte ihrer Macht, die zugleich dem Untergang geweiht ist.

    Ausblick auf Teil IV

    In der nächsten Folge geht es dann darum, wieso diese Megastadt dann doch den Weg in eine ganz eigene Welt genommen hat, und wie es zum Wechsel von Urban-Fantasy zu High-Fantasy gekommen ist.

  • Arbeit an „Der Untergang Ijarias – Band II“ geht voran

    Mal eine interessante Information für alle, die Teil I von „Der Untergang Ijarias“ schon gelesen haben: Teil 2 wird vermutlich im Herbst/Winter dieses Jahres fertig!

    Weiterlesen: Arbeit an „Der Untergang Ijarias – Band II“ geht voran

    Die Vorarbeiten sind alle erledigt, was bedeutet, dass

    • das Hintergrundsetting ausgearbeitet ist, also die Gegend, in der der Roman spielt, die Nebenfiguren, die zu ihnen gehörenden Konflikte und Dynamiken
    • der Plot für das gesamte Buch fertig ist
    • die Kapitelstruktur steht – wobei diese immer etwas grob bleibt, bis ich dann tatsächlich in diesem Kapitel angekommen bin
    • der Titel feststeht

    Natürlich gilt: Alles kann (und wird) sich (vermutlich) noch entwickeln. Aber das Fundament ist gelegt.

    So geht die Arbeit nun weiter:

    Ich schicke die Hauptfiguren nun in das vorbereitete Setting – und beobachte: Funktioniert die Entwicklung organisch? Wenn ja, geht’s weiter. Wenn nicht, wird nochmal gefeilt. Erst danach erstelle ich für jedes Kapitel einen Szenenplan – und dann wird geschrieben. Das eigentliche Schreiben geht oft schnell. Die meiste Arbeit steckt in der Vorbereitung.

    Und soweit bin ich:

    • Der Prolog ist fertig (ca 10 Normseiten)
    • Kapitel 1 / Erzählstrang 1 ist fertig (ca 25 Normseiten)
    • Kapitel 1 / Erzählstrang 2 ist fertig (ca 31 Normseiten)
    • Kapitel 2 / Erzählstrang 1 / Szene 1 ist fertig (ca 4 Normseiten)

    Wie lange dauert’s noch?

    Wenn alles nach Plan läuft (was es ja nie ganz tut), dann sieht es so aus:

    • Geplant: ca. 10 Kapitel à 60 Seiten = 600 Seiten
    • Geschrieben: ca. 60 Seiten → 540 Seiten to go
    • Schreibtempo: 5–10 Seiten pro Tag (wenn ich Zeit habe)

    Ergo: Noch 50–100 Schreibtage, plus Überarbeitung, plus Feinschliff. Wenn alles gut läuft, ist Band im Herbst / Winter fertig.


  • Neuveröffentlichung!

    Und da ist es endlich! Nach intensiver Überarbeitung präsentiere ich mein neuveröffentlichtes Werk „Der Untergang Ijarias – Die Schatten erheben sich“!

    Jetzt für Kindle oder als Taschenbuch kaufen!

    Und darum geht es:


    Ijaria – das Herz des Freien Reiches: mächtig, wohlhabend, unbezwingbar. Hinter den hohen Mauern Ijarias pulsiert das Leben. Doch während die Türme und Paläste der Stadt im Licht erstrahlen, zieht sich eine langsam wachsende Bedrohung zusammen.
    Im rauen Norden flieht Elno vor seinem gewalttätigen Vater und lässt seine Schwester Nela zurück. Wird er sie jemals wiedersehen? Seine Flucht nach vorn führt ihn in die geheimnisvolle Welt der Drachenreiter. Vinja erreicht mit ihren Eltern das majestätische Ijaria. Doch was wie ein Neuanfang aussieht, wird bald zum Gefängnis der elterlichen Erwartungen. Kann sie sich befreien und ihren eigenen Weg finden? Jorian, ein unscheinbarer Schreiber, erhält einen rätselhaften Auftrag von einem Zauberer des Königs. Welche dunklen Absichten verbergen sich dahinter?

    Während sich in und um Ijaria die Schatten erheben, verweben sich die Schicksale von Elno, Vinja und Jorian unaufhaltsam. Können sie den Untergang aufhalten oder wird die Hauptstadt des Freien Reiches fallen?

    Die Schatten erheben sich – der Auftakt zu einer epischen Fantasy-Saga voller Magie, Drachen, Intrigen und dem Kampf um das Schicksal einer Welt.

    Jetzt als Taschenbuch überall und als eBook bei Amazon Kindle erhältlich!
    Ich freue mich auf euer Feedback und darauf, mit euch in die Welt von Ijaria einzutauchen!

    Jetzt für Kindle oder als Taschenbuch kaufen

    ISBN-10: ‎3819050116

    Eine Leseprobe findest du hier

  • Abschied vom alten Cover

    Als ich den Plan gefasst habe, mein Buch noch einmal neu zu veröffentlichen, habe ich mich entschieden, auch das Cover zu erneuern. Das war gar keine leichte Entscheidung, denn das alte Cover gefällt mir immer noch sehr gut. Aber irgendwie kam das Gefühl auf, dass ein Wechsel zu einem Neuanfang dazugehört.

    Als ich den Plan gefasst habe, mein Buch noch einmal neu zu veröffentlichen, habe ich mich entschieden, auch das Cover zu erneuern. Das war gar keine leichte Entscheidung, denn das alte Cover gefällt mir immer noch sehr gut. Aber irgendwie kam das Gefühl auf, dass ein Wechsel zu einem Neuanfang dazugehört.

    Das bisherige Cover gefiel mir besonders gut wegen seiner Scherenschnitt-Optik. Der Hintergrund war in einem dezenten Gelbton gehalten, der Vordergrund schwarz. Die Schrift bestand aus einer formschönen und eleganten Serifenschrift. Zu sehen war die Silhouette eines Jungen, davor die Zeichnung eines Drachenkopfes und ein Schwarm Vögel, die ein wenig so aussehen, als würden sie aus den Haaren des Jungen herausfliegen. Alle drei – der Junge, der Drache und die Vögel – thematisieren Aspekte des Romans.

    Mit dem Cover verbinde ich bis heute den Moment, als ich zum ersten Mal wirklich gedacht habe, mit dem Roman fertig zu sein und das Wesentliche hinter mir zu haben – ein Gefühl, das sich als ziemlicher Irrtum herausgestellt hat.

    Während ich nach und nach die nötigen Korrekturen einarbeitete, veröffentlichte ich mein Buch kapitelweise bei Storyban, Inkitt und Wattpad. Hier probierte ich mich an einem selbstgemachten Cover – aber wenn ich ehrlich bin, ich fand es irgendwie misslungen.

    Als ich im Vorfeld der Neuveröffentlichung durch die Büchereien schlenderte, um mir eine Übersicht über die aktuelle Fantasyliteratur zu verschaffen, musste ich feststellen, dass sich die Covergestaltung mit der Zeit ganz schön verändert hat. Es scheint mir immer schwieriger, in dem Wust professionell designter Cover mit seinem eigenen Buch noch aufzufallen. Ich war daher auch unsicher, wie ein neues Cover überhaupt aussehen sollte. Es gibt populäre Coverdesigns, die mir überhaupt nicht gefallen, die ja aber zugleich so entworfen sind, dass sie eine ganz bestimmte Zielgruppe ansprechen – und die ich auch erreichen will. Es stellt sich die Frage, ob man nun genau solch ein Cover braucht, um die Leser zu erreichen, die vom eigenen Buch angesprochen sein könnten.

    Das neue Cover kommt nun mit einem modernen und zugleich mystischen Design daher. Es gefällt mir ebenso wie das bisherige. Für mich drückt es zugleich die schweren und tiefen Gefühle der Protagonisten aus, wie zugleich auch das Geheimnisvolle, mit dem sie konfrontiert sind – und die Freiheit, die sie nach und nach gewinnen, indem sie sich mit dem Unbekannten konfrontieren und beginnen, sich Schritt für Schritt darin zu orientieren.

    Jetzt bin ich natürlich recht nervös, wie das neue Cover ankommen wird, aber die Rückmeldungen waren bisher recht positiv – der erste Probedruck liegt bereits in meinen Händen und ich muss sagen: Er gefällt mir einfach sehr gut!

    Bis bald

    Malte

  • Die Überarbeitung ist abgeschlossen!


    Nach wochenlanger Arbeit und intensivem Feilen an den Details ist es endlich geschafft: Die Überarbeitung von Der Untergang Ijarias – Band I: Die Schatten erheben sich ist abgeschlossen!

    Nach wochenlanger Arbeit und intensivem Feilen an den Details ist es endlich geschafft: Die Überarbeitung von Der Untergang Ijarias – Band I: Die Schatten erheben sich ist abgeschlossen! 🎉 Die letzten Korrekturen sind eingearbeitet, und die Geschichte ist bereit, in neuem Glanz zu erstrahlen. Doch das ist erst der Anfang für die Neuveröffentlichung.


    Was steht als Nächstes an?

    Damit das Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch und stilistisch perfekt wird, stehen jetzt die nächsten Schritte an:

    • Ein neues Cover: Ein ansprechendes und atmosphärisches Design, das die Welt von Ijaria einfängt und die Leser:innen neugierig macht.
    • Der Buchsatz: Damit die Geschichte nicht nur auf digitalen Plattformen, sondern auch als Printversion gut lesbar und professionell präsentiert ist.
    • Die Neuveröffentlichung: Geplant bis Ende Januar – ich kann es kaum erwarten, das Buch in seiner neuen Form mit euch zu teilen!


    Ein Blick in die Welt von Ijaria


    Die Welt von Ijaria ist eine Geschichte voller Drachen, Magie und epischer Abenteuer. Sie verbindet intensive Charakterentwicklungen mit einem großen, düsteren Konflikt, der das Schicksal eines ganzen Reiches besiegelt. Wenn ihr Fantasy mit faszinierenden Welten und spannenden Wendungen liebt, dann ist Der Untergang Ijarias genau das Richtige für euch.


    Bleibt dabei!

    Ich freue mich darauf, euch weiterhin auf dieser Reise mitzunehmen. Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Interesse an meiner Geschichte.

    Bis bald,
    Malte

  • Prolog: Ein Muss oder ein unnötiger Umweg?

    Die Überarbeitung eines Fantasyromans bringt viele Entscheidungen mit sich, die über den Lesefluss und die Wirkung der Geschichte entscheiden können. Eine dieser Fragen beschäftigt mich besonders: Sollte ich meinem Roman einen Prolog hinzufügen?

    Die Überarbeitung eines Fantasyromans bringt viele Entscheidungen mit sich, die über den Lesefluss und die Wirkung der Geschichte entscheiden können. Eine dieser Fragen beschäftigt mich besonders: Sollte ich meinem Roman einen Prolog hinzufügen?

    Als ich das Buch ursprünglich geschrieben habe, hatte ich die Idee eines Prologs von Anfang an im Kopf. Doch im Laufe des Schreibprozesses habe ich mich dagegen entschieden. Stattdessen wollte ich, dass Leser:innen die Welt und den größeren Konflikt durch die Augen der Hauptfiguren entdecken – langsam, Stück für Stück, und mit genauso viel Unwissenheit wie sie.

    Jetzt, da die Korrektur des Buches fast abgeschlossen ist und eine Neuveröffentlichung geplant wird, überlege ich erneut: Wäre ein Prolog sinnvoll, um die Spannung direkt am Anfang aufzubauen? Ein Abschnitt, der einen mysteriösen Rahmen setzt und den größeren Konflikt andeutet, könnte den Einstieg in die Geschichte dynamischer machen. Aber würde das die Magie des allmählichen Entdeckens mindern?


    Prologe: Fluch oder Segen?

    Die Meinungen zu Prologen gehen weit auseinander. Manche Leser:innen lieben es, gleich zu Beginn in eine dramatische Szene geworfen zu werden, die sie neugierig auf das macht, was folgt. Andere bevorzugen es, direkt mit den Hauptfiguren in die Geschichte einzutauchen, ohne dass ein Prolog ihnen vorgibt, worauf sie achten sollen.

    Ein Prolog kann verschiedene Zwecke erfüllen:

    • Rahmen setzen: Er gibt den Leser:innen Hinweise auf den größeren Konflikt oder auf Ereignisse, die außerhalb der Perspektiven der Hauptfiguren geschehen.
    • Atmosphäre schaffen: Ein gut geschriebener Prolog kann die Stimmung und den Ton des Buches definieren.
    • Neugier wecken: Durch das Andeuten einer Bedrohung oder eines Geheimnisses wird das Interesse an der Geschichte verstärkt.

    Aber es gibt auch Nachteile: Prologe können sich wie ein „zweiter Anfang“ anfühlen, was das Tempo des Buches verlangsamt. Oder sie können den Überraschungseffekt nehmen, wenn Leser:innen zu früh wissen, worauf die Geschichte hinausläuft.


    Wie ich zu meiner Welt stehe

    In meinem Fantasyroman ist die Welt vielschichtig und voller Geheimnisse. Die Handlung beginnt mit drei Hauptfiguren, die völlig unvorbereitet in den größeren Konflikt gezogen werden. Das hat bisher gut funktioniert, denn Leser:innen erleben die Enthüllungen der Welt gleichzeitig mit den Charakteren. Die Spannung entsteht aus der Unwissenheit – sowohl bei den Figuren als auch bei den Leser:innen.

    Dennoch spiele ich mit der Idee, den Prolog als eine Art Vorahnung zu nutzen. Er könnte beispielsweise eine Szene aus der Vergangenheit zeigen, in der der Grundstein für den großen Konflikt gelegt wird. Alternativ könnte der Prolog aus der Perspektive einer Figur erzählt werden, die im Hauptteil des Buches kaum auftaucht, aber dennoch entscheidend für die Geschichte ist.

    Ein anderer Ansatz wäre ein symbolischer Einstieg: Ein mythisches Ereignis oder eine Legende, die die Stimmung des Romans einfängt, ohne zu viel zu verraten. Damit könnte ich die Atmosphäre intensivieren, ohne den Fokus von den Hauptfiguren zu nehmen.


    Was denken Leser:innen?

    Ich habe auch versucht, mich in die Perspektive meiner Leser:innen hineinzuversetzen. Würden sie die Reise durch die Augen der Figuren spannender finden, oder würde ein starker Einstieg sie mehr fesseln?

    Hier sind einige konkrete Fragen, die ich mir stelle:

    • Könnte ein Prolog mehr Tiefe schaffen, ohne den Fluss der Handlung zu stören?
    • Wie würde sich ein Prolog auf die Erwartungen an den Rest des Buches auswirken?
    • Und vor allem: Welche Art von Prolog wäre für diese Geschichte die richtige?


    Meine Entscheidung:

    Momentan tendiere ich dazu, einen Prolog zu schreiben, der mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet. Ich möchte neugierig machen, aber nicht zu viel verraten. Dabei werde ich darauf achten, dass er in Ton und Stil zum Rest des Buches passt.

    Ich freue mich auf eure Meinungen und Gedanken!